
2 TAGE IN WIEN
Die perfekte Route für Erstbesucher
Mit zwei Tagen hast du genau die richtige Zeit, um Wien kennenzulernen. Du wirst die Orte sehen, die jeder einmal besucht haben sollte – und gleichzeitig genug Raum haben, um die Stadt so zu erleben, wie es für dich am besten passt.
Diese Route führt dich durch die Altstadt, entlang der Ringstraße und bis nach Schönbrunn. Sie ist klar strukturiert, realistisch und flexibel genug, damit du deine eigenen Schwerpunkte setzen kannst.
Alles in deinem Tempo – ohne unnötigen Stress.
Tag 1 – Stephansdom, Altstadt & Ringstraße
Der erste Tag führt dich mitten ins historische Zentrum von Wien – mit kurzen Wegen, vielen Highlights und einem perfekten Einstieg ins typische Wiener Stadtgefühl.
Stephansdom
Es gibt kaum einen besseren Startpunkt für deinen Wien-Besuch als das Herz der Stadt. Du kommst aus der U-Bahn hinauf und hast sofort diesen ersten Wow-Moment – direkt vor dir steht der Stephansdom. Das gotische Wahrzeichen prägt die Innenstadt wie kein anderes Gebäude und gehört zu jedem Erstbesuch dazu.
Wenn du den Dom nicht nur von außen sehen möchtest, kannst du das Innere frei besichtigen oder – je nach Interesse – einen der beiden Türme besuchen.
Besonders praktisch ist das Kombi-Ticket* für Türme, Katakomben und Dommuseum, da du damit alle Bereiche in einem Besuch abdeckst und mögliche Wartezeiten vor Ort vermeidest.
Altstadtspaziergang
Wenn du den Stephansdom erkundet hast, beginnt einer der schönsten Teile des Tages: ein kurzer Spaziergang durch die Altstadt. Du gehst zuerst zum Graben mit der Pestsäule, folgst dem Weg weiter zum eleganten Kohlmarkt und erreichst schließlich den Michaelerplatz, den direkten Zugang zur Hofburg.
Die Kärntner Straße liegt ebenfalls unmittelbar beim Dom. Du kannst sie entweder gleich mitnehmen oder später kurz entlanggehen – die wichtigsten Straßen der Altstadt liegen hier nur ein paar Schritte voneinander entfernt.
Hofburg-Areal
Der Michaelerplatz führt dich direkt in die Hofburg, einen weitläufigen Komplex aus Innenhöfen und historischen Gebäuden. Du kannst hier einfach durchgehen oder dir bewusst Zeit nehmen, um einzelne Bereiche genauer zu erkunden.
Zu den beliebtesten Bereichen gehören das Sisi Museum mit den Kaiserappartements sowie die Schatzkammer im Schweizerhof. Eine geführte Tour* durch mehrere dieser Bereiche dauert rund 2,5 Stunden und eignet sich gut, wenn du die Hofburg wirklich verstehen möchtest. Sie ist intensiv, aber absolut lohnenswert – und an Tag 1 problemlos integrierbar.
Wenn du weniger Zeit investieren möchtest, bietet sich der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek an, der mit 20 – 30 Minuten deutlich schneller besucht ist. Oder du bleibst komplett draußen und gehst durch die Innenhöfe weiter bis zum Heldenplatz.
Da alles sehr kompakt liegt, kannst du spontan entscheiden, wie tief du in die Hofburg eintauchen möchtest.
Burggarten & Volksgarten
Direkt hinter der Hofburg befindest du dich im Burggarten, und nur wenige Schritte weiter liegt der Volksgarten. Beide Parks eignen sich für eine kurze Pause, bevor du deine Route entlang der Ringstraße fortsetzt.
Der Burggarten ist ideal für einen schnellen Stopp, während der Volksgarten mit gepflegten Wegen und Rosenbeeten etwas mehr Platz bietet. Such dir einfach den Park aus, der zu deinem Tempo passt – von beiden gelangst du problemlos weiter zur Ringstraße.
Ringstraße
Vom Burggarten oder Volksgarten kommst du schnell zur Ringstraße. Für einen kompakten Überblick fährst du mit der Straßenbahnlinie 1 bis zum Schwedenplatz. Dort steigst du auf die Linie 2 um, die dich über den restlichen Teil des Rings zurück zur Oper bringt.
Entlang der Strecke liegen einige der markantesten Gebäude der Stadt: das Parlament, das Rathaus, das Burgtheater, die Universität Wien und die Votivkirche. Nach dem Umstieg fährst du am Bereich rund um den Stadtpark vorbei und siehst weitere repräsentative Ringgebäude sowie einige klassische Luxushotels, bevor die Runde bei der Staatsoper endet.
Du kannst die Fahrt einfach ohne zusätzliche Stopps machen oder zwischendurch aussteigen, wenn dich ein Abschnitt genauer interessiert. Insgesamt dauert die Runde etwa 25–30 Minuten und lässt sich flexibel an deine verfügbare Zeit anpassen.
Abendabschluss: Riesenrad
Nach der Ringrunde bleibt oft noch etwas Zeit, bis es dunkel wird. Du kannst diese Phase gut nutzen, um noch ein wenig in der Innenstadt zu bleiben – zum Beispiel einen kurzen Blick in die Albertina* werfen oder entlang der Kärntner Straße flanieren. Sobald die Dämmerung einsetzt, machst du dich auf den Weg zum Prater.
Für den Abend eignet sich eine Fahrt mit dem Wiener Riesenrad, das besonders in der blauen Stunde einen schönen Blick über die Stadt bietet – klar, ruhig und ohne übertriebene Inszenierung. Die Fahrt selbst dauert nur wenige Minuten und lässt sich flexibel in deinen Zeitplan einbauen. Wenn du Wartezeiten vermeiden möchtest, kannst du dein Ticket* vorab buchen.
Der restliche Prater ist optional. Viele gehen nach der Fahrt noch ein Stück durch den Vergnügungspark, andere fahren direkt zurück in die Innenstadt.
Tag 2 – Schönbrunn, Karlskirche & Belvedere
Der zweite Tag startet mit Schloss Schönbrunn und führt dich später wieder zurück Richtung Innenstadt. Da mehrere große Sehenswürdigkeiten auf dem Programm stehen, kann der Tag je nach Art der Besichtigungen durchaus intensiver werden. Gleichzeitig bleibt genug Flexibilität, um dein Tempo selbst zu bestimmen und einzelne Programmpunkte an deine Interessen anzupassen.
Schloss Schönbrunn
Schloss Schönbrunn zählt zu den beeindruckendsten Orten in Wien und ist ideal, um deinen zweiten Tag zu beginnen. Der weitläufige Schlosspark ist frei zugänglich und eignet sich perfekt für einen ersten Spaziergang – inklusive dem Aufstieg zur Gloriette, wenn du Lust auf eine Aussicht hast.
Wenn du das Innere des Schlosses besichtigen möchtest, solltest du Tickets unbedingt vorab buchen, da es vormittags schnell voll wird. Besonders informativ sind geführte Touren*, bei denen du einen guten Einblick in die Geschichte der Habsburger bekommst.
Wie lange du in Schönbrunn bleibst, hängt davon ab, ob du nur den Park erkundest oder auch das Schloss selbst sehen möchtest. Beides ist ein lohnender Start in deinen zweiten Wien-Tag.
Karlskirche
Die Karlskirche gehört zu den eindrucksvollsten Kirchen Wiens und liegt ideal auf deiner Route zurück in die Innenstadt. Von außen ist sie bereits beeindruckend, doch auch das Innere lohnt sich – vor allem wegen des Panoramalifts, der dich bis in die Kuppel bringt. Für den Zugang benötigst du eine Eintrittskarte*, die sowohl den Kirchenraum als auch die Panoramaterrasse umfasst.
Die Besichtigung lässt sich gut an dein Tempo anpassen: ein kurzer Stopp für einen ersten Eindruck oder etwas mehr Zeit, wenn du auch den Aufzug nutzen möchtest. Anschließend geht es weiter in Richtung Belvedere.
📍 Optionaler Stopp am Naschmarkt:
Wenn du auf dem Weg von Schönbrunn zur Karlskirche eine kurze Pause einlegen möchtest, liegt der Naschmarkt ideal am Weg. Perfekt für einen schnellen Snack oder einen kurzen Rundgang durch die Stände.
Schloss Belvedere
Das Schloss Belvedere zählt zu den beeindruckendsten barocken Anlagen Wiens und eignet sich ideal als weiterer Programmpunkt deines zweiten Tages. Die Anlage besteht aus dem Oberen und dem Unteren Belvedere sowie dem weitläufigen Schlossgarten, der frei zugänglich ist und sich gut für einen kurzen Rundgang eignet.
Wenn du die Ausstellung im Inneren sehen möchtest, kannst du dir hier ein Ticket* für das Obere Belvedere sichern, wo Klimts berühmter „Kuss“ hängt. Wie viel Zeit du dafür einplanst, hängt ganz von deinen Interessen ab.
Ob du nur durch den Schlossgarten gehst oder auch die Sammlungen besuchst – das Belvedere lässt sich flexibel in deinen Nachmittag integrieren und passt gut als nächster Schritt auf deiner Route.
Dein weiterer Weg durch den Nachmittag
Nach dem Belvedere hast du noch genug Zeit, deinen zweiten Tag nach deinem eigenen Tempo weiterzuführen. Alles liegt angenehm nah beieinander – du musst also keine langen Wege einplanen. Überleg einfach kurz, worauf du gerade Lust hast:
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Albertina: Wenn du noch Energie für Kunst hast, ist die Albertina eine gute Wahl. Hier bekommst du einen schnellen Überblick – ideal, wenn du noch ein Museum unterbringen möchtest.
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Innenstadtspaziergang: Du kannst entspannt Richtung Oper oder Kärntner Straße zurückgehen. Genau hier spürst du dieses typische Wien-Gefühl, ganz ohne festen Programmpunkt.
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Stadtpark: Falls du kurz runterkommen möchtest, ist der Stadtpark perfekt. Ein paar Schritte durch die Wege, kurz hinsetzen – manchmal ist das alles, was man braucht.
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Kaffeehaus: Und wenn du eine Pause möchtest, findest du rund um die Oper mehrere klassische Kaffeehäuser für ein paar ruhige Minuten.
Dieser Abschnitt soll dir bewusst Freiraum geben. Du entscheidest, was jetzt für dich passt – egal ob noch ein Museum, ein kurzer Spaziergang oder einfach ein Moment zum Durchatmen.
Optionale Abendidee
Wenn du am Abend noch ein wenig Energie übrig hast, kannst du den zweiten Tag mit einem kurzen Abstecher auf eine Rooftop-Bar ausklingen lassen. Das Lamée Rooftop ist eine schöne Möglichkeit dafür – angenehm zentral gelegen und mit einem Blick, der sich gerade in der Abendstimmung richtig gut anfühlt.
Sieh diesen Tipp einfach als kleine Inspiration. Vielleicht möchtest du den Abend ruhig verbringen, vielleicht reist du schon ab – oder du entscheidest dich ganz spontan. Es geht nicht darum, noch etwas „hineinzupressen“, sondern dir eine Option zu geben, falls du deinen Tag mit einem besonderen Moment abrunden möchtest.
Extra-Tipps für zwischendurch
Wenn du zwischendurch oder zwischen zwei Programmpunkten Lust auf etwas Kleines hast, gibt es in Wien ein paar Klassiker, die kaum Zeit brauchen, aber deinen Besuch richtig bereichern können. Keine großen Umwege, kein Aufwand – einfach kleine Momente, die typisch Wien sind.
Ein süßer Wiener Klassiker:
Ein Stück Sachertorte, ein warmer Apfelstrudel oder ein fluffiger Kaiserschmarrn – damit liegst du fast immer richtig. Diese Mehlspeisen gehören zu Wien wie der Stephansdom und sind perfekt für einen kurzen, typischen Genussmoment zwischendurch.
Ein kurzer Stopp am Würstelstand:
Ein echter Wiener Klassiker – egal ob Käsekrainer oder Burenwurst. Geht schnell, schmeckt gut und gehört für viele genauso zu einem Wien-Besuch wie ein Spaziergang durch die Innenstadt. Perfekt für ein paar Minuten zwischendurch.
Diese kleinen Extras sind rein optional, aber oft genau die Momente, die einen Städtetrip besonders machen. Nimm sie einfach mit, wenn sie gerade gut in deinen Tag passen.
Ein Gedanke zu deinen zwei Tagen in Wien
Deine Zeit in Wien wird im Flug vergehen – aber du wirst merken, dass sie trotzdem reicht, um dieser Stadt ein Stück näherzukommen. Vielleicht waren es die großen Momente, vielleicht die kleinen, die hängen bleiben. Ein Blick hinauf zum Stephansdom, eine kurze Pause im Stadtpark, ein Stück Mehlspeise zwischendurch – genau diese Mischung macht Wien aus.
Nimm dir aus diesen zwei Tagen einfach das mit, was sich für dich stimmig angefühlt hat. Es muss nicht perfekt geplant sein, und du musst auch nicht alles gesehen haben. Niemand entdeckt Wien beim ersten Mal vollständig – und gerade das macht den Reiz dieser Stadt aus.
Wenn du irgendwann wiederkommst (und das tun die meisten), warten noch so viele Ecken, Museen, Parks und kleine Überraschungen auf dich. Diese Route ist nur ein Startpunkt. Der Rest entsteht unterwegs – und genau so soll Wien sich anfühlen.
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